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KEINVERBLASSEN
ich danke allen, die sich heute aufgemacht haben, um persönlich an die Schrecken der Novemberpogrome 1938 zu erinnern. Im Saale-Holzland-Kreis gibt es in Crossen, Eisenberg und Kahla Stolpersteine, die an unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern, welche aus rassistischen und antisemitischen Gründen, verschleppt und ermordet wurden.
Unsere Vorfahren waren an dem folgenden industriellen Massenmord schuldig, teilweise direkt oder durch aktives Wegsehen. Uns obliegt die Verantwortung, welche die Überlebenden im Schwur von Buchenwald wie folgt formulierten: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“
Umso wichtiger ist es auch weiterhin deutlich zu machen, dass Faschismus in keiner Form im öffentlichen Raum zu akzeptieren ist. Faschismus ist kein Protest und er ist erst recht keine Alternative. Wir haben uns in Thüringen leider schon viel zu sehr daran gewöhnt.

Fotos: Steffen Much, Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V., Demokratieladen